ZUGANGSKONTROLLE

Zugangskontrolle

Wohnungen erfordern zahlreiche spezifische Vorbeugungsmaßnahmen.

Zugang zum Gebäude

Die Eingangstür eines Mehrfamilienhauses ist das erste wichtige Fassadenelement, das es zu sichern gilt. Denn haben Übeltäter dieses Hindernis einmal überwunden, können sie sich mühelos durch das gesamte Gebäude bewegen. Beachten Sie nachstehende Ratschläge:

  • Verwenden Sie eine Sprechanlage A oder Videosprechanlage. Hiermit können Sie kontrollieren, wer das Gebäude betritt. Eine solche Anlage ermöglicht zudem, mit Fremden zu kommunizieren, ohne die Tür öffnen zu müssen.
    • Befinden die Briefkästen sich im Außenbereich des Gebäudes, ist in Sachen Zugangskontrolle Folgendes zu berücksichtigen:
      • Da die Briefkästen sich draußen befinden, braucht hierfür niemand das Gebäude zu betreten.
      • Die Außentür kann per Zugangschip oder Codetaster geöffnet werden. Das elektrische Schloss wird aktiviert, sobald der Zugangschip vor das Lesegerät gehalten bzw. der Code eingegeben wird. Besucher brauchen nur die (mit der Videosprechanlage verbundene) Türklingel der gewünschten Person zu betätigen. Auch die zweite Tür wird entriegelt, sobald das System per Zugangschip bzw. von der Person in der Wohnung aktiviert wird. Beide Türen sind dann für kurze Zeit offen.
    • Befinden die Briefkästen sich im Innenbereich des Gebäudes, gilt Folgendes:
      • Die Außentür kann per Zugangschip oder Codetaster geöffnet werden (das elektrische Schloss wird aktiviert, sobald der Zugangschip vor das Lesegerät gehalten bzw. der Code eingegeben wird). Besucher brauchen nur die Taste auf der Videosprechanlage der gewünschten Person zu drücken.
      • Briefträger erhalten oft einen programmierten Zugangschip bzw. einen speziellen Code, um die Außentür zu öffnen. Ist dies nicht der Fall, kann für den Briefträger täglich eine Zeitspanne von zwei Stunden vorgesehen werden, in der die Tür geöffnet bleibt; eine andere Möglichkeit ist, dass der Briefträger einfach klingelt (z.B. beim Hausmeister).
      • Die zweite Tür lässt sich erst öffnen, wenn der Zugangschip erneut vorgezeigt wird oder die Person in der Wohnung die Tür über die Videosprechanlage öffnet.
    • Bei manchen Mehrfamilienhäusern müssen die Außentüren noch immer manuell, d.h. mit einem Schlüssel geöffnet werden. Wenn die Tür nicht abgeschlossen ist, kann die Türfalle von der Wohnung aus elektrisch aktiviert werden.
  • Ist eine Sprechanlage mit elektrischem Türöffner vorhanden, sollte der Türriegel an das Stromnetz angeschlossen sein.
  • Sorgen Sie auch dafür, dass an der Eingangstür des Mehrfamilienhauses stets Licht brennt, eventuell unter Verwendung einer Zeitschaltuhr.
  • Ein Eingangsbereich mit Zwischentür, in dem sich Briefkästen befinden, ist keine ideale Lösung, da Einbrecher dort ungestört zu Werke gehen können.
  • Es bestehen noch andere Sicherungsmöglichkeiten, wie das Anbringen von Überwachungskameras im Eingangsbereich.
  • Sprechen Sie mit den anderen Bewohnern des Mehrfamilienhauses ab, dass Fremden die Tür nicht geöffnet wird und dass die Außentür stets abzuschließen ist. Verlassen Sie sich nicht auf gute Gewohnheiten der anderen Bewohner oder ihrer Besucher.

Zugang über die Garage

Auch der Zugang über die Garage stellt eine Schwachstelle in Sachen Einbruchschutz dar. Folgende Tipps könnten Sie interessieren:

  • Vermeiden Sie, dass der Eingang zur Garage offen bleibt. Es ist daher ratsam, ein Garagentor anzubringen, das automatisch öffnet und schließt.
  • Achten Sie auch darauf, dass das Garagentor sofort schließt, wenn Sie hinein- oder hinausgefahren sind. So vermeiden Sie, dass Missetäter beim Ein- und Ausfahren hineinschlüpfen können.

Zugang über gemeinsame Bereiche

Die Türen zwischen den gemeinsamen Bereichen eines Mehrfamilienhauses (Keller, Garagen und Treppen) sind Schwachstellen in der Sicherung solcher Gebäude.

  • Achten Sie stets darauf, dass diese Türen geschlossen bleiben. Es ist ratsam, Zylinderschlösser anzubringen, die mit einem mindestens 2 cm langen gepanzerten Riegel mit Sicherheitsstift ausgestattet sind.
  • Empfehlenswert sind automatisch schließende Schlösser mit Antipanikfunktion B, bei denen Falle und Riegel durch eine einzige Bewegung des Griffs an der Innenseite der Tür zeitgleich eingezogen werden. Mit solchen Schlössern kann zudem von jeder Wohnung aus ein elektrischer Türöffner aktiviert werden.
  • Entscheiden Sie sich vorzugsweise für einseitig zu öffnende Türen C: Türen, die nach außen hin öffnen, aber nicht nach innen, es sei denn, man öffnet sie mit einem Schlüssel.

Zugang zur Wohnung

Sorgen Sie dafür, dass die Zugangstür zur Wohnung wie eine Außentür gesichert ist. Achten Sie vor allem auf den Rohbau-Rahmen, in den die Zugangstür eingebaut wird. Für den Zugang zu Wohnungen wird oft eine gepanzerte Tür verwendet. Beachten Sie folgende Ratschläge:

  • Wenn jemand klingelt, überprüfen Sie erst, wer es ist, bevor Sie die Tür öffnen. Bringen Sie deshalb einen Sperrbügel an der Zugangstür an.
  • Beachten Sie: Über Feuerleitern sind Balkone, Fenster und Außentüren von Wohnungen sehr leicht erreichbar. Verwenden Sie Schlösser, die qualitativ so hochwertig wie diejenigen im Erdgeschoss sind. Wählen Sie ausziehbare Feuerleitern.
  • Überprüfen Sie, ob alle Fenster geschlossen sind, bevor Sie die Wohnung verlassen.
  • Verwenden Sie für Fenster und Türen einbruchsichere Materialien.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Anbringung zusätzlicher Schlösser auf feuerfeste Türen. Bei feuerfesten Türen ist der Spielraum für Anpassungen nämlich begrenzt. Für jede Art Brandschutztür legt der Hersteller fest, welche Anpassungen vorgenommen werden können. Im Idealfall werden Sicherheitsschlösser bereits bei der Herstellung der Tür eingebaut oder Sie entscheiden sich für eine Tür, die Feuer- und Einbruchfestigkeit kombiniert.

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