ALARMANLAGE

Alarmanlage - Außensirene

Eine sichtbare Alarmanlage (Aufkleber, Außensirene, Außenblitzer) kann einen Einbruch zwar nicht verhindern, aber potenzielle Einbrecher abschrecken. Untersuchungen haben gezeigt, dass Einbrecher ein Gebäude mit Alarmanlage in mehr als der Hälfte der Fälle links liegen lassen.

Eine Alarmanlage kann verdächtiges Verhalten sofort erkennen und die Bewohner warnen. Außerdem hängt hiervon ab, wie lange sich ein Einbrecher im Gebäude aufhält, wie viel er erbeutet und wie groß das Ausmaß des Vandalismus ist. Denn, wenn ein Alarm losgeht, wird die Situation für ihn unangenehm und kann jeden Moment ein Bewohner oder ein externer Bediensteter eingreifen. Dann bleibt dem Einbrecher nur noch wenig Zeit zum Handeln.

  • Eine Alarmanlage kann sehr nützlich sein, sie ist aber nicht kostenlos. Prüfen Sie zuerst, ob Sie Ihr Eigentum nicht schon mit einigen kleinen Anpassungen zusätzlich schützen können. Lassen Sie sich hierzu von einem Fachmann beraten.
  • Wer eine Alarmanlage anschaffen möchte, sollte vor allem nicht die billigste Ausführung wählen. Eine gute Alarmanlage trägt den Vermerk "designed conform EN50131".
  • Selbst wenn Sie Ihre Wohnung nur für einige Minuten verlassen, sollten Sie den Alarm aktivieren.
  • Es ist keine gesetzliche Pflicht, eine Alarmanlage an eine Alarmzentrale anzuschließen. Es hat jedoch viele Vorteile. Die Zentrale überwacht das Gebäude und handelt an Stelle des Benutzers. Echter oder Fehlalarm? Die Zentrale überprüft das und benachrichtigt den Benutzer, damit er nach dem Rechten sieht, und erforderlichenfalls die Polizei. Auf ausdrücklichen Wunsch des Benutzers kann sie hierfür auch auf professionelle Wachleute zurückgreifen.

Meldung

Es ist wichtig, dass die Polizei so schnell wie möglich weiß, wo genau ein Alarm ausgelöst worden ist. Je mehr Details die Polizei über die Örtlichkeit kennt, desto schneller ist sie vor Ort und desto besser kann sie Ihre Sicherheit gewährleisten.

Aus diesem Grund müssen Alarmanlagen seit dem 1. September 2009 auf der Website www.police-on-web.be angemeldet werden. Alle Daten werden in einer Datenbank erfasst, die es der Polizei ermöglicht, bei Gefahr effizient und schnell einzugreifen.

  • Wenn Ihre Alarmanlage an eine Alarmzentrale angeschlossen ist, brauchen Sie nichts zu unternehmen. Die Alarmzentrale kümmert sich vollständig um die Registrierung. Um sicher zu sei, dass die Alarmanlage registriert wurde, sollten Sie mit dem Anbieter der Alarmanlage bzw. der Alarmzentrale Kontakt aufnehmen. Es kann nämlich vorkommen, dass diese Zentralen ihren Pflichten nicht nachkommen!
  • Wenn Sie nicht an eine Alarmzentrale angeschlossen sind, müssen Sie über www.police-on-web.be:
    • Ihre Alarmanlage binnen 10 Tagen nach Inbetriebnahme registrieren,
    • neue Daten oder die Abmeldung einer Alarmanlage ebenfalls binnen 10 Tagen melden. Zudem müssen Ihre Angaben jährlich bestätigt werden.
  • Zur Registrierung Ihrer Alarmanlage benötigen Sie Ihren elektronischen Personalausweis (eID + Pincode), ein eID-Lesegerät und eine Internetverbindung.
  • Öffnen Sie die Website www.police-on-web.be und befolgen Sie nachstehende Schritte:
    • "Alarmsysteme"
    • "Verwaltung der Alarmsysteme": Wählen Sie Ihr Profil, tragen Sie anschließend Ihre personenbezogenen Daten ein und melden Sie Ihre Alarmanlage an. Folgen Sie dann dem vorgegebenen Verfahren.
    • Ist die Registrierung geglückt? Dann erhalten Sie Ihre Benutzernummer. Bewahren Sie sie gut auf. Bei einer Alarmmeldung müssen Sie sie den Polizeidiensten mitteilen.
    • Für Änderungen an Ihrer Alarmanlage oder für die jährliche Bestätigung können Sie ebenfalls auf www.police-on-web.be gehen.

Installation und Wartung

Die Installation einer Alarmanlage erfordert technische Kenntnisse in Sachen Aufbau von Alarmsystemen und dazugehörige Komponenten. Die Installation wird daher am besten von einer zugelassenen Sicherheitsfirma durchgeführt, es sei denn, Sie verfügen selbst über die nötigen Kenntnisse. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Anlage korrekt funktioniert.

  • Wenn Sie die Wohnung betreten, müssen Sie an der Basisstation den Alarmcode eingeben (oder den Chipschlüssel einfügen). Die Basisstation A & B muss daher leicht erreichbar sein. Das bedeutet jedoch, dass sie auch für Einbrecher leicht erreichbar ist. Wenn Tastatur und Basisstation (durch die die gesamte Anlage verwaltet wird) ein Ganzes bilden, ist das nicht ohne Risiko.
  • Bewegungsmelder erkennen verdächtige Bewegungen in einem Raum. Achten Sie darauf, dass die Bewegungsmelder so installiert sind, dass der Erkennungsbereich nicht behindert wird, also beispielsweise nicht hinter einer Tür.
  • Es kann auch ein Panikknopf in der Nähe des Schlafzimmers installiert werden. Wenn Sie merken, dass jemand ins Haus eingedrungen ist, ohne den Alarm auszulösen, können Sie noch immer den Panikknopf betätigen. Achtung: Der Gebrauch von Panikknöpfen ist gesetzlich geregelt, wenn Ihre Alarmanlage an eine Alarmzentrale angeschlossen ist.
  • Zur Aktivierung und Desaktivierung der Basisstation können Sie eine Fernbedienung verwenden. Dank der Fernbedienung muss die Basisstation nicht unbedingt in der Nähe der Haustür installiert werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Fernbedienung nicht in falsche Hände gerät! Da Sie die Anlage aus der Entfernung bedienen, müssen Sie sich vergewissern können, dass die Aktivierung bzw. Desaktivierung der Anlage gut von der Basisstation empfangen wird. Diese Methode ist zwar praktisch, bietet aber keine 100%ige Sicherheit.
  • Die Installation einer Außensirene C geht am besten mit der Installation einer Blitzleuchte einher, die von der öffentlichen Straße aus sichtbar sein muss und für Personen mit schlechten Absichten unerreichbar sein sollte. Wenn der Alarm ausgelöst wird, darf die Sirene nur 3 Minuten und bei Sabotage maximal 8 Minuten lang ertönen.
  • Das Anbringen von Magnetkontakten D an Fenstern und Türen ermöglicht eine schnelle, kostengünstige und relativ zuverlässige Detektion (wenig Fehlalarme). Diese Art von Sensoren kann jedoch leicht neutralisiert werden, beispielsweise durch das Platzieren eines Magnets an den Kontakten. Auch wenn die Scheibe eingeschlagen wird und der Einbrecher in die Wohnung eindringt, ohne das Fenster zu öffnen (der Magnetkontakt und das Senderteil werden nicht getrennt), wird dabei kein Alarm ausgelöst. Verder zal een open magnetisch contact zich niet automatisch herladen.
  • Die Installation von volumetrischen Infrarot-Bewegungsmeldern E innerhalb des zu schützenden Bereichs bietet mehr Sicherheit, aber das Risiko eines Fehlalarms ist größer, wenn die Installationshinweise nicht korrekt befolgt werden. Diese Bewegungsmelder sind nicht zu empfehlen, wenn sich Tiere im Haus befinden (die häufig Fehleralarme verursachen).
  • Einige Dualbewegungsmelder F (Infrarot + Radar) können das Risiko eines Fehlalarms einschränken und sind in vielen Fällen tierimmun.
  • Die Kombination aus Bewegungsmeldern für Wandöffnungen (Magnetkontakte) und volumetrischen Bewegungsmeldern bietet mehr Flexibilität für eine höhere Sicherheit. Dies wird sich selbstverständlich entsprechend auf die Kosten auswirken.
  • Sie sollten genau wissen, wie Ihre Alarmanlage funktioniert, um Fehlalarm zu vermeiden. Aktivieren Sie auch bei kurzer Abwesenheit, selbst wenn Sie Ihr Haus für wenige Minuten verlassen, immer den Alarm, um potenziellen Einbrechern keine Gelegenheit zu geben, zuzuschlagen.
  • Als Benutzer einer Alarmanlage sind Sie verpflichtet, die Anlage jährlich zu warten bzw. warten zu lassen. Sie können dies selbst tun oder hierzu auf eine zugelassene Sicherheitsfirma zurückgreifen (die Ihnen eine Bescheinigung aushändigt).

Verkabelung

  • Kabellose Systeme (mit Funk) werden häufiger gewählt als verkabelte Alarmanlagen, da sie einfacher zu installieren sind. Der Schutz durch Funkalarmanlagen ist jedoch oft sehr begrenzt.
  • Um Energie zu sparen, kontrollieren die passiven Infrarot-Bewegungsmelder von kabellosen Systemen die Umgebung nur alle paar Minuten und schalten dann in den Standby-Modus. Bei verkabelten Systemen hingegen gewährleisten die Verbindungen zwischen den Bewegungsmeldern und dem Kontrollgerät eine permanente Überwachung. Bei Stromausfall wird auf Batteriebetrieb umgeschaltet. Bei kabellosen Systemen müssen die Batterien regelmäßig überprüft und ausgetauscht werden. (Achtung: Verlassen Sie sich nicht auf das Haltbarkeitsdatum, das vom Hersteller angegeben wird. Es ist häufig zu optimistisch.)
  • Die Funksignale für die Kommunikation zwischen den Komponenten können (vorsätzlich) unterbrochen werden. Um dies zu vermeiden, kann eine Doppelfrequenz verwendet werden. Gute Systeme haben zudem einen individuellen Code, wodurch eine Störung der Funksignale durch andere Systeme in der Umgebung vermieden werden kann.
  • Wenn die technischen und ästhetischen Anforderungen es ermöglichen, sollten Sie sich für die Installation einer traditionellen Alarmanlage entscheiden, bei dem alle Komponenten durch ein Kabel mit der Basisstation verbunden sind.

Was tun, wenn der Alarm ausgelöst wird?

  • Überprüfen Sie, ob es sich tatsächlich um einen (versuchten) Einbruch handelt. Gibt es Hinweise auf einen Einbruch: Einbruchsspuren, verdächtiges Fahrzeug, Fußabdrücke im Garten, sonderbare Geräusche im Haus usw.? Oder handelt es sich um einen Fehlalarm? Könnte es sein, dass ein Mitbewohner beim Eintreten vergessen hat, den Alarm auszuschalten, dass ein Hund in der von der Alarmanlage überwachten Zone herumläuft, dass ein Fenster geöffnet geblieben ist usw.?
  • Rufen Sie die Notrufnummer 112 an, wenn Sie wissen, dass kein Fehlalarm vorliegt. Teilen Sie dann Folgendes mit:
    • Ihren Namen und Ihre Telefonnummer,
    • die Benutzernummer der Alarmanlage,
    • wie Sie überprüft haben, dass es kein Fehlalarm war,
    • in welchem Teil des Gebäudes sich etwas Verdächtiges ereignet.
  • Begeben Sie sich zum Ort des Geschehens. Beim Eintreffen der Polizei muss jemand vor Ort sein, der die Polizisten einlassen und die Alarmanlage abschalten kann. Sie können auch eine Kontaktperson oder eine Wachperson schicken. Achtung: Die Polizei betritt das Gebäude immer als Erste. Die Polizisten sind besser ausgebildet, ausgerüstet und kompetenter, um Risiken einzuschätzen und Einbrecher zu ergreifen.
  • Beachten Sie: Es kann vorkommen, dass der Verwalter der Notrufnummer die Alarmmeldung nicht sofort bearbeitet, wenn:
    • das Alarmsignal nicht überprüft worden ist,
    • Sie nicht die erforderlichen Auskünfte gegeben haben.
  • Es ist verboten:
    • den Notruf 112 anzurufen, ohne zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um einen echten Alarm handelt,
    • den Alarm unter anderen Nummern als 112 zu melden,
    • einen Alarm über eine im Voraus aufgezeichnete Mitteilung eines automatischen Meldesystems zu melden. Solche automatischen Meldesysteme besetzen Telefonleitungen der Polizei, die für Notrufe frei bleiben müssen!
  • Handelt es sich um einen Fehlalarm? Dann kann die Polizei die Außensirene und das Licht in jeder erdenklichen Weise und ohne Ihre Zustimmung ausschalten. Sie dürfen das Gebäude jedoch nicht betreten. Wer die Regeln missachtet, kann mit einer Geldbuße bestraft werden. Wer durch einen Fehlalarm Polizeikräfte mobilisiert, dem kann die Zahlung einer Entschädigung auferlegt werden. Die Polizeidienste müssen nämlich ständig für echte Notfälle bereitstehen.

Zurück